21:44
kroatiens alter mann macht mir angst. er ist älter als das grammophon. der sprecher meint der alte hätte sich vorher angetschechert. kein wunder. kroatien ist vorbei.
es folgt polen. das lied fängt furchtbar an, wahrscheinlich geht es so weiter. die sängerin sieht aus wie arielle in ihrem tiefgeschlitzten meerjungfrauenkleid. ich glaube, sie singt auf englisch. ich kann nicht denken, weil mein hirn einschläft, aber so ist das eben bei großen gefühlen. wann werden die menschen je verstehen? das lied ist fast so toll wie die titanic titelmelodie. celine dion fans sind enorm, in dem sinn dass sie gegen alle regeln verstoßen. vor allem der natur. die ganze bühne ist blau. das ist sehr meditativ, sodass ich meine seele wandern lassen und ihre pfade hier kartographieren kann. ergebnis: ich habe zu wenig freunde. ich bräuchte eine ganze armee. in enganliegenden kleidern mit großer oberweite. auch die herren. und alle hätten perfekte zähne wie die polin.
21:48
ein regnerischer frühling in belgrad? die ganze stadt kann es wegschwemmen. aber die hauptstraße ist nett, soweit ich mich erinnere. viele regenschirme zittern am schirm.
es folgt island mit der euroband. der sänger verbringt seine tage mit dem warten auf glück das seines weges kommt. er ist mein seelenverwandter, aber hoffentlich sehe ich komplett anders aus. island hat nicht einmal den euro eingeführt, der name ist doch anmaßung … die sängerin hat dickere oberarme als ich. das ist nicht allzu schwer. das ist ihr leeeeeeben. singen sie. ich komme nicht ganz drauf, was an dem lied genau aussagen über ihr leben sind. vielleicht leben sie zuhause auch auf einer bühne und haben statt energiesparlampen scheinwerfer in den fassungen. island ist ja dank der erdwärme nicht aufs energie sparen angewiesen. verdammte nördlinge. reibt es uns nur rein! diese erdbeerspießchen auf dem schirm sehen gut aus.
die türkische band singt angeblich gegen atomkraftwerke. das heutige lied ist ein liebeslied auf innere dämonen. morgen gehe ich radfahren. ich mag die gitarren im glitzerlook. sicher einzelstücke. das lied könnte jeden atomreaktor zum schmelzen bringen. zartschmelzende weiße schokolade auf den erdbeerspießchen. wie bitter wenn man wieder einmal nicht haben kann, was der bildschirm zeigt. ähnlich wie bei den ausstrahlungen auf kabel 1 nach mitternacht. offensichtlich hat einer der sänge eine gitarre mit türkischer flagge drauf. sponsored by kronenzeitung.
21:56
werbepause. man wirbt für: kleine kinder auf dreirädern, erotische beziehungen zu kiwis. auf comedy central läuft little britain.
22:00
return to the contest. portugal stampft über die lautsprecher. die dicke sängerin schaut der blonden aus nächster nähe ins dekolleté. und ist traurig. sie trägt als einzige schwarz. schwarz und gold. die portugiesischen landesfarben, diese stille poesie nimmt mir den atem. oder die macht der melodie? eine von den sängerinnen hatte krebs und trägt eine glatze zur toga.
lettländische piraten singen über seewölfe. so ähnlich wird die musi auf dem waldinger ortsfest, 30. – 32. (sic!) mai beim schned in purwörth. kumts ole! pirates are all the lettish pirates can be and they will steal the show. just like your ear virginity. aber es ist gut, wenn diese armen oststaaten sparsamkeit beweisen. immerhin kostet es einiges an geld, so einen song contest auszutragen. serbien musste dafür den kosovo verkaufen. der lettische sänger hat ein kapperl wie dj ötzi.
22:06
schweden war früher eine europäische großmacht, stieg jedoch im 17. jahrhundert in die weitgehende bedeutungslosigkeit ab. die sängerin erzwingt das recht auf freie rede: „bah, is de schiach.“ die rolle der hintergrundsängerinnen ist nicht ganz klar. wahrscheinlich spritzen sie zwischendurch das botox nach. jetzt steht plötzlich noch so eine ikone der homosexuellen szene in göteborg auf der bühne. oder ein promifriseur. ich will tischtennis spielen. das publikum tobt. die orf-kommentatoren kommen sich ähnlich lustig vor wie ich.
für dänemark singt ein engländer seit er sechs ist. er hat im knabenchor angefangen, wurde dann missbraucht und lief in einem einkaufszentrum amok. die teilnahme am songcontest ist teil eines neuen rehabilitationsprogramm. er fühlt sich super, weil die sonne scheint und trägt dennoch eine baskenmütze. feier gute zeiten die ganze nacht. aber da scheint keine sonne, wie soll man da gut drauf sein? simon, sei die sonne meines lebens! und schenk mir deine hosenträger! das lied besteht praktisch nur aus der strophe „all night long“ und endet mit einem „yeah“. mein leben sollte auch mit einem yeah enden. yeah.
22:14
georgien hat schon viel gesehen, im gegensatz zur blinden sängerin die es vertritt. sie hat ein uneheliches kind von putin, wenn ich das richtig verstanden habe. ich glaube, man darf ihr kleid nicht kritisieren. sie ist ja blind. bei dem lied fallen auch meine augen zu.
jetzt jongliert eine serbin mit tüchern in der einspielung die ukrainische fahne zusammen. die ukrainische sängerin gefällt mir. optisch. vielleicht kaufe ich dort später meine frau. baby, ich will dein becken checken. was soll der ring am oberarm? sicher nur eine tetanusimpfung. oder ein kommunistisches kontrazeptivum. einer von den tänzern schlägt aus dem stand salti rückwärts. das ist auch beeindruckend … etwas.
22:21
endlich sehe ich die moderatoren des abends. er ist popstar, sie völkermörderin. der franzose singt vor einem chor aus orthodoxen juden. und er fährt ein golfcart auf die bühne. er sieht aus wie jesus denn er ist der messias, auf den die juden warten. und versuch immer, die milchstraße zu finden!
aserbaidschan verschießt erst einmal ein feuerwerk, bevor der als engel ausstaffierte sänger loslegt. der sänger ist immer an meiner seite, singt er. auf einer weltkarte liegt baku ganz nah bei walding.
Saturday, May 24, 2008
Sirenenprobe
Am Samstag erwache ich von vielstimmigem Sirenengeheul. Der Schock fährt mir ins Mark. Verdammt, habe ich tatsächlich bis zwölf Uhr geschlafen? Ein Blick auf die Uhr beruhigt mich. 7:18 ... Gott sei Dank! Nur ein schwerer Verkehrsunfall.
Tuesday, May 20, 2008
Mantra des modernen Menschen
Sei produktiv!
Und bitte sei flexibel!
Schwör auf deine Kompetenz,
Aber schwör auf keine Bibel!
Bild dich fort!
Steh nie still!
Stillstand ist gefährlich!
Betrüg die ganze Welt,
Aber wichtig:
Bleib stets ehrlich!
Sieh die Höhe des Gehalts
Als Maßstab deines Werts!
Häng die Träume an den Nagel!
An die Arbeit häng dein Herz!
Sieh dich und deinen Chef
Als deine Kernbeziehung!
Führ mit deiner Freundin
Trotz geteilter Wohnung
Eine Fernbeziehung!
Zeig Elan!
Engagement!
Hetz dich brav ab!
Ist dein Tag dafür zu kurz?
Schaff den Schlaf ab!
köna! núans.
kea dazúa
losdiófyn
schitténi
wos ged
geznéama
gézda anéama
psúndas
swiat zea zelebríat
sdíchzei
losdiófyn
schitténi
wos ged
geznéama
gézda anéama
psúndas
swiat zea zelebríat
sdíchzei
Wednesday, April 30, 2008
intasiti
im intasiti sizi ligi
draami drami gegn d wond
und da intasiti schiabtmi
fiadmi ham ins hamatlond
intasiti ziagdi viri
foa noh foan i muas do zruk
weil i oidi hoibm sochn
nima lenga duri druk
ois faschiabzi aronschiazi
ondast oisi woitass wa
ned hoibvoi iss glasl fia mi
ned hoibla fia mi is la
intasiti losmi lingi
bleib do ling solong dass ged
oba zlezd muas ahi ausi
ewi midfoan ged hoid ned
---
Eric, this Intercity did not pass through Amstetten.
---
Now also available as MP3, complete with depressing guitar chords.
draami drami gegn d wond
und da intasiti schiabtmi
fiadmi ham ins hamatlond
intasiti ziagdi viri
foa noh foan i muas do zruk
weil i oidi hoibm sochn
nima lenga duri druk
ois faschiabzi aronschiazi
ondast oisi woitass wa
ned hoibvoi iss glasl fia mi
ned hoibla fia mi is la
intasiti losmi lingi
bleib do ling solong dass ged
oba zlezd muas ahi ausi
ewi midfoan ged hoid ned
---
Eric, this Intercity did not pass through Amstetten.
---
Now also available as MP3, complete with depressing guitar chords.
Monday, April 28, 2008
Monday, April 21, 2008
wos
i moch ma soang
si song: nix ged
vu heid auf moang
oba es steht
do fest das do a so is
dass' moang zan heid wiad
wons don do is
drum wead i ma moang denga
und deng ma heid a
leida
ged nia wos weida.
Lest the Anglophone multitudes (Hello, Eric!) feel left out:
i worry
they say: nothing gets done
from today until tomorrow
but it is certain that
tomorrow becomes today
when it is there
so i will think tomorrow
and think today as well
lamentably
nothing ever gets done
si song: nix ged
vu heid auf moang
oba es steht
do fest das do a so is
dass' moang zan heid wiad
wons don do is
drum wead i ma moang denga
und deng ma heid a
leida
ged nia wos weida.
Lest the Anglophone multitudes (Hello, Eric!) feel left out:
i worry
they say: nothing gets done
from today until tomorrow
but it is certain that
tomorrow becomes today
when it is there
so i will think tomorrow
and think today as well
lamentably
nothing ever gets done
Monday, April 07, 2008
Chief Rap Officer - "ghettUU"
woiding! bis in tod,
mei hoats pflasta
hoat wia oids brod
wia rohe pasta
foad hundatsiemazwanzga o im opel astra
onlog on masta
da trebbl passt
und da bass passt a
... and as a (questionable) service to the English-speaking among our viewer (sic!), a translation:
walding! until death
my hard turf
hard like old bread
or uncooked pasta
criving down the B 127 in the opel astra
sound system on chief
the treble is alright
and so is the base
Verily, we can agree on that it better be left in dialect, can we not? (Hint: we can!)
mei hoats pflasta
hoat wia oids brod
wia rohe pasta
foad hundatsiemazwanzga o im opel astra
onlog on masta
da trebbl passt
und da bass passt a
... and as a (questionable) service to the English-speaking among our viewer (sic!), a translation:
walding! until death
my hard turf
hard like old bread
or uncooked pasta
criving down the B 127 in the opel astra
sound system on chief
the treble is alright
and so is the base
Verily, we can agree on that it better be left in dialect, can we not? (Hint: we can!)
Friday, March 21, 2008
Thursday, March 20, 2008
TTYN Language Exchange ... Shout-outs to my Celtic buddies
Google will soon read your thoughts and publish them on the internet, and it has other great projects, too. Like Google Analytics, recently recommended to me by "friend of the blog" Sebastian. It allows proud bloggers (and people who are bloggers but try to deny it like myself) to keep track of who exactly is paying them a virtual visit and where those people are from. For me, checking my Google Analytics reports has within two days become my favourite pastime after breathing, especially since I saw the geographical distribution of my fanatic admirers:
3 ... Austria
2 ... Germany
2 ... Switzerland
1 ... United States
1 ... Ireland
I hate writing in caps or using multiple exclamation marks but WOW!!! Ireland! A proud leprechaun or shade of green, Ireland's two main population groups as TV and travel magazines have me believe, has recently viewed my blog (for more or less two seconds, as Google Analytics also tells me). Due to this breath-taking rise in international TTYN ("The Truth You Need") awareness, I have decided to give in to globalization and publish all my hot new creative material in English from now on until I grow tired of it or the Chinese invade.
My secret agenda is, of course, to collect visitors from as many exotic countries as possible. My wish-list is spearheaded by Kyrgyzstan, Madagaskar and the British Virgin Islands. So if any of your friends/relatives/organ farms live in far-away countries due to birth/marriage/imminent incarceration in their home country send them a link to this site and have them visit it under some pretense ("Dude, I found the weirdest XXX man-on-saber-toothed-tiger footage!"). If they pay this site a visit, I will send you a T-shirt (I have many old T-shirts so I might even keep that promise). If they leave a comment, I'll wash the T-shirt before mailing it.
3 ... Austria
2 ... Germany
2 ... Switzerland
1 ... United States
1 ... Ireland
I hate writing in caps or using multiple exclamation marks but WOW!!! Ireland! A proud leprechaun or shade of green, Ireland's two main population groups as TV and travel magazines have me believe, has recently viewed my blog (for more or less two seconds, as Google Analytics also tells me). Due to this breath-taking rise in international TTYN ("The Truth You Need") awareness, I have decided to give in to globalization and publish all my hot new creative material in English from now on until I grow tired of it or the Chinese invade.
My secret agenda is, of course, to collect visitors from as many exotic countries as possible. My wish-list is spearheaded by Kyrgyzstan, Madagaskar and the British Virgin Islands. So if any of your friends/relatives/organ farms live in far-away countries due to birth/marriage/imminent incarceration in their home country send them a link to this site and have them visit it under some pretense ("Dude, I found the weirdest XXX man-on-saber-toothed-tiger footage!"). If they pay this site a visit, I will send you a T-shirt (I have many old T-shirts so I might even keep that promise). If they leave a comment, I'll wash the T-shirt before mailing it.
Monday, March 10, 2008
Chief Rap Officer - "Terminware"
Ich will Lizenzgebühren
Die Konkurrenz brüskieren
Es ist zwar teuer, doch ich lass mich gern im Benz chauffieren
Um mir zu garantieren
Dass mich die Fans hofieren
Es zahlt sich aus
Jeder malt sich aus
Ich mal mein Haus aus
Mit Platinfarbe
Ich liefer Terminware
Wobei ich Benzin spare
Weil ich mit der Bahn zum Termin hinfahre
Und nicht erster Klasse, als Gepäckstück
Da ich Dreckstück
Frau'n meine Hand zu gern ans Heck drück
Und die Richter in den Strafprozessen
Brav vergessen
Das Strafmaß moderat zu bemessen
Zieht's mir das Gewand aus
Ich weiß, ich bin ein Biest
Doch mir rutscht immer die Hand aus
Mein Benz ist nur geleast
Denn mein Corsa steht im Pfandhaus
...
MP3 auf begründete Anfrage, jedoch ohne "Beat". Ich kann keinen "Beat" machen. Ich "Beat"nik(s).
Die Konkurrenz brüskieren
Es ist zwar teuer, doch ich lass mich gern im Benz chauffieren
Um mir zu garantieren
Dass mich die Fans hofieren
Es zahlt sich aus
Jeder malt sich aus
Ich mal mein Haus aus
Mit Platinfarbe
Ich liefer Terminware
Wobei ich Benzin spare
Weil ich mit der Bahn zum Termin hinfahre
Und nicht erster Klasse, als Gepäckstück
Da ich Dreckstück
Frau'n meine Hand zu gern ans Heck drück
Und die Richter in den Strafprozessen
Brav vergessen
Das Strafmaß moderat zu bemessen
Zieht's mir das Gewand aus
Ich weiß, ich bin ein Biest
Doch mir rutscht immer die Hand aus
Mein Benz ist nur geleast
Denn mein Corsa steht im Pfandhaus
...
MP3 auf begründete Anfrage, jedoch ohne "Beat". Ich kann keinen "Beat" machen. Ich "Beat"nik(s).
Monday, February 25, 2008
Iterum Nihil Longius
Bitter schmeckt vertane Zeit,
Wenn dir einst die Stunde schlägt.
Lebe für den Tag bereit,
Da man dich zu Grabe trägt.
Wenn dir einst die Stunde schlägt.
Lebe für den Tag bereit,
Da man dich zu Grabe trägt.
Friday, February 15, 2008
ima i
i hoss i hoss' i hoss' sofü i hob soan hoss i haun gnua i hau zua oba ole haun si o ole hand dageng i a i hob nix zan mön ima nua se se kuman si so guat foa se song sei do ned aso so bini oba ned wia bin i wia soidi sei? wiaso ned glei aso songs i man nua i hob nix xokt i hob nix iwa i hob fia eich nix iwa oba iwa oba iwahaupt nix nikkn dans so wiaz ima sei ima nix iwa oba eh
Thursday, February 07, 2008
Monday, February 04, 2008
Immer wenn ich dieses Pulver ...
Unsere Kultur steht an der Schwelle zum Untergang und Schuld tragen einzig und allein die Billigfluglinien. Eines vorweg: ich habe nichts gegen die Globalisierung. Sie sorgt dafür, dass mich die Schuhe an meinen Füßen kein zwanzig Euro kosten und dass sich Millionen Chinesen lieber in stickigen Fabriken zu Tode schinden, als einen langen Marsch vor meine Haustür anzutreten. Was meinen Unmut erregt sind die Wegbereiter der Globalisierung, insbesondere Fracht- und Transportunternehmen. Wir wollen unterscheiden: ich bin kein erklärter Feind von Reedereien, auch wenn ich mir keine Maersk-Aktie um 10.000 Euro leisten kann. Sogar Speditionen kann ich tolerieren, immerhin lebe ich nicht im Unterinntal. Lediglich Fluglinien treiben mir die Zornesröte ins Gesicht. Warum? Das kann niemand sagen, nicht einmal der Richter, der mich letztes Jahr wegen versuchter Inbrandsetzung eines Jumbo-Jets verurteilt hat.
Als kleines Kind bin ich stets gern geflogen. Genau genommen bin ich als kleines Kind zweimal geflogen, nämlich nach Kreta und zurück. Danach wollten meine Eltern kein Flugzeug mehr mit mir teilen und ich blieb am Boden. Zum zweiten Mal in meinem Leben kletterte ich in Mitte der 90er ins Cockpit (und wurde zurück in die Economy Class verwiesen). Anlass und Ziel der Reise sind mir unbekannt, aber schon damals merkte ich, dass ich und die Fluggesellschaft keine besten Freunde werden würden. Wir waren einfach zu verschieden: sie hatte eine Luftflotte und ich noch keine Schambehaarung. Vollends brach mein Widerwillen aus, als nach der Jahrtausendwende die Billigfluglinien an Boden gewannen. Schon das Konzept war mir suspekt. Natürlich, man zahlte deutlich weniger für seinen Flug, aber muss ich betonen, dass ich anhin komplett gratis geflogen war, nämlich als Gast meiner Eltern? Das plötzliche Ende von deren Großzügigkeit und das Ausdembodenschießen dubioser Lufttransportfirmen konnten kein Zufall gewesen sein. Mein Vertrauen in Gott und die Welt war erschüttert. Ich war stets ein schüchternes Kind gewesen, aber nun zog ich mich vollkommen zurück. Ich verbrachte Tage und Nächte am Fenster und führte Buch über Zahl, Farbe und Dicke der Kondensstreifen, die den Himmel über unserem Haus durchkreuzten wie Narben der Wunden, die der billige Flug meiner Seele geschlagen hatte. Etwa um die selbe Zeit stürzten die Türme des World Trade Centers unter andauerndem Flugzeugbeschuss in sich zusammen. Kreidebleich verfolgte ich die Bilder vor dem elterlichen Fernseher. Immerhin dessen Benützung war mir noch gebührenfrei gestattet. Ein Gedanke ließ mich nicht mehr los: WTC … CWG … wie knapp war ich dem Tod von der Schippe gesprungen? Die nächsten Wochen verbrachte ich im Keller. Meine Freunde wandten sich von mir ab und flogen günstig nach London, Lissabon und Kopenhagen. Anfang 2002 konnte ich mich überwinden, die Kellertreppe hochzusteigen. Ich verließ das Haus mit Sonnenbrille und falschem Bart und trat den Weg aufs Gemeindeamt an, um eine neue Idntität anzunehmen.
Mit meinem neuen, auf den Namen Costa Potente lautenden Pass buchte ich von einem maltesischen Internetkaffee aus einen Platz auf einem Ryanair-Flug von Bremen nach Riga. Kenne den Feind, sagt schon Konfuzius. Konfuzius sagt viele Dinge, dachte ich mir am Tag des Abflugs und hätte vor Angsträmpfen beinahe nicht das Bett verlassen. Ich riss mich zusammen. Der Bremer Flughafen ist sauber und modern, bis auf den Teil, von dem aus Ryanair die Verdammten in alle Höllen dieser Welt katapultiert. Ich fühlte mich wie in einem IKEA-Möbelhaus, mit ähnlich hoher Inzidenz von Blau, schreienden Kleinkindern, und Gelb. „Willkommen, Herr Potente!“ sagte der Transvestit am Gate. Meine Verkleidung hielt. Ich konnte ruhiger atmen. Es zeigte sich bald, dass meine frühere Flugerfahrung hier von geringem Wert war. Oben war unten, gestern war links und statt in einer Schlage stellte man sich in einer pulsierenden Traube zum Boarding an. Blessiert, aber lebend gelangte ich an Bord des altersschwachen Fliegers. Bei Ryanair herrschte das Prinzip einer freien Sitzplatzwahl.und so wählte ich den einen Sitzplatz, der noch frei war. Ich sank in die Bestuhlung, während sich im Gang die Leute auf den Stehplätzen um die Haltegriffe zu streiten begannen. Der Flieger hob ab. Ich hatte es geschafft. Nun würde mich nicht einmal Easyjet aufhalten können. Die letzten Gebäude des Bremer Elbhafens verschwanden in der Nebeldecke und die letzten Reste meines Frühstück verschwanden in meinem Zwöffingerdarm. Mein Magen knurrte. Nach einer Stunde wurde der Hunger übermächtig. Ich blickte vor und zurück. Dunkel meinte ich mich an einen Handwagen oder eine Art große magische Truhe erinnern zu können, die den Mittelkorridor hinauf- und hinunterschwebte, Essen von kunststoffartiger Konsistenz in Plastikschalen verteilend. Aber – ach! – die Rettung blieb aus. Ich schrie. Ich tobte. Ich brach zusammen und verbarg meinen ausgemergelten Körper unter dem Vordersitz, was möglich war, da ich mein Handgepäck in den Fächern unter der Kabinendecke verstaut hatte. Meine zitternde Hand streifte ein laminiertes Pappschild. Das Bordmenü. Mein Blick fiel auf die Preise und meine Augen weiteten sich schreckerfüllt. Das also war es. Nimmer war ich unerkannt an Bord gegangen – die Billigflieger hatten mir eine Falle gestellt und ich war ihnen wie ein blindes Huhn vors Schlachtmesser gelaufen. Und jetzt: Geld oder Leben! Vor meinen Augen begann sich das Flugzeuginnere zu drehen. Ich fühlte meine Beine nicht mehr. Mein Körper begann bereits, sich selbst zu verdauen. „Ich bin zu jung zum Sterben!“, rief ich mit schwindender Kraft. Dann wurde mir schwarz vor Augen.
Den Aussagen meiner Mitreisenden entnehme ich folgendes Bild über den Rest des Fluges: ein Erzengel stieg aus den himmlischen Sphären herab und ergriff von meinem Körper Besitz. Er führte meine Hand an mein Portmonnaie und ließ mich ein Sandwich von mittlerer Größe ordern. Wäre ich der Tschad gewesen, der Preis hätte alle Fortschritte im Zuge des Entschuldungsprogramms für die ärmsten Staaten der Welt zunichte gemacht. In Riga verließ ich den Flieger. Ich lebte, aber ich hatte nur noch die Kleider, die ich am Leibe trug. Costa Potentes weltumspannendes Imperium fensterloser Kellerräume gehörte nun Ryanair. Ich zuckte die Schultern und ließ mich Lettland nieder. Später brachte ich es bis zum Ministerpräsidenten, doch die Erinnerung an jenen schicksalhaften Flug ließ mich zeit meines Lebens nicht mehr los. Es ist eine traurige Geschichte, aber ich musste sie erleben, um sie erzählen zu können.
Als kleines Kind bin ich stets gern geflogen. Genau genommen bin ich als kleines Kind zweimal geflogen, nämlich nach Kreta und zurück. Danach wollten meine Eltern kein Flugzeug mehr mit mir teilen und ich blieb am Boden. Zum zweiten Mal in meinem Leben kletterte ich in Mitte der 90er ins Cockpit (und wurde zurück in die Economy Class verwiesen). Anlass und Ziel der Reise sind mir unbekannt, aber schon damals merkte ich, dass ich und die Fluggesellschaft keine besten Freunde werden würden. Wir waren einfach zu verschieden: sie hatte eine Luftflotte und ich noch keine Schambehaarung. Vollends brach mein Widerwillen aus, als nach der Jahrtausendwende die Billigfluglinien an Boden gewannen. Schon das Konzept war mir suspekt. Natürlich, man zahlte deutlich weniger für seinen Flug, aber muss ich betonen, dass ich anhin komplett gratis geflogen war, nämlich als Gast meiner Eltern? Das plötzliche Ende von deren Großzügigkeit und das Ausdembodenschießen dubioser Lufttransportfirmen konnten kein Zufall gewesen sein. Mein Vertrauen in Gott und die Welt war erschüttert. Ich war stets ein schüchternes Kind gewesen, aber nun zog ich mich vollkommen zurück. Ich verbrachte Tage und Nächte am Fenster und führte Buch über Zahl, Farbe und Dicke der Kondensstreifen, die den Himmel über unserem Haus durchkreuzten wie Narben der Wunden, die der billige Flug meiner Seele geschlagen hatte. Etwa um die selbe Zeit stürzten die Türme des World Trade Centers unter andauerndem Flugzeugbeschuss in sich zusammen. Kreidebleich verfolgte ich die Bilder vor dem elterlichen Fernseher. Immerhin dessen Benützung war mir noch gebührenfrei gestattet. Ein Gedanke ließ mich nicht mehr los: WTC … CWG … wie knapp war ich dem Tod von der Schippe gesprungen? Die nächsten Wochen verbrachte ich im Keller. Meine Freunde wandten sich von mir ab und flogen günstig nach London, Lissabon und Kopenhagen. Anfang 2002 konnte ich mich überwinden, die Kellertreppe hochzusteigen. Ich verließ das Haus mit Sonnenbrille und falschem Bart und trat den Weg aufs Gemeindeamt an, um eine neue Idntität anzunehmen.
Mit meinem neuen, auf den Namen Costa Potente lautenden Pass buchte ich von einem maltesischen Internetkaffee aus einen Platz auf einem Ryanair-Flug von Bremen nach Riga. Kenne den Feind, sagt schon Konfuzius. Konfuzius sagt viele Dinge, dachte ich mir am Tag des Abflugs und hätte vor Angsträmpfen beinahe nicht das Bett verlassen. Ich riss mich zusammen. Der Bremer Flughafen ist sauber und modern, bis auf den Teil, von dem aus Ryanair die Verdammten in alle Höllen dieser Welt katapultiert. Ich fühlte mich wie in einem IKEA-Möbelhaus, mit ähnlich hoher Inzidenz von Blau, schreienden Kleinkindern, und Gelb. „Willkommen, Herr Potente!“ sagte der Transvestit am Gate. Meine Verkleidung hielt. Ich konnte ruhiger atmen. Es zeigte sich bald, dass meine frühere Flugerfahrung hier von geringem Wert war. Oben war unten, gestern war links und statt in einer Schlage stellte man sich in einer pulsierenden Traube zum Boarding an. Blessiert, aber lebend gelangte ich an Bord des altersschwachen Fliegers. Bei Ryanair herrschte das Prinzip einer freien Sitzplatzwahl.und so wählte ich den einen Sitzplatz, der noch frei war. Ich sank in die Bestuhlung, während sich im Gang die Leute auf den Stehplätzen um die Haltegriffe zu streiten begannen. Der Flieger hob ab. Ich hatte es geschafft. Nun würde mich nicht einmal Easyjet aufhalten können. Die letzten Gebäude des Bremer Elbhafens verschwanden in der Nebeldecke und die letzten Reste meines Frühstück verschwanden in meinem Zwöffingerdarm. Mein Magen knurrte. Nach einer Stunde wurde der Hunger übermächtig. Ich blickte vor und zurück. Dunkel meinte ich mich an einen Handwagen oder eine Art große magische Truhe erinnern zu können, die den Mittelkorridor hinauf- und hinunterschwebte, Essen von kunststoffartiger Konsistenz in Plastikschalen verteilend. Aber – ach! – die Rettung blieb aus. Ich schrie. Ich tobte. Ich brach zusammen und verbarg meinen ausgemergelten Körper unter dem Vordersitz, was möglich war, da ich mein Handgepäck in den Fächern unter der Kabinendecke verstaut hatte. Meine zitternde Hand streifte ein laminiertes Pappschild. Das Bordmenü. Mein Blick fiel auf die Preise und meine Augen weiteten sich schreckerfüllt. Das also war es. Nimmer war ich unerkannt an Bord gegangen – die Billigflieger hatten mir eine Falle gestellt und ich war ihnen wie ein blindes Huhn vors Schlachtmesser gelaufen. Und jetzt: Geld oder Leben! Vor meinen Augen begann sich das Flugzeuginnere zu drehen. Ich fühlte meine Beine nicht mehr. Mein Körper begann bereits, sich selbst zu verdauen. „Ich bin zu jung zum Sterben!“, rief ich mit schwindender Kraft. Dann wurde mir schwarz vor Augen.
Den Aussagen meiner Mitreisenden entnehme ich folgendes Bild über den Rest des Fluges: ein Erzengel stieg aus den himmlischen Sphären herab und ergriff von meinem Körper Besitz. Er führte meine Hand an mein Portmonnaie und ließ mich ein Sandwich von mittlerer Größe ordern. Wäre ich der Tschad gewesen, der Preis hätte alle Fortschritte im Zuge des Entschuldungsprogramms für die ärmsten Staaten der Welt zunichte gemacht. In Riga verließ ich den Flieger. Ich lebte, aber ich hatte nur noch die Kleider, die ich am Leibe trug. Costa Potentes weltumspannendes Imperium fensterloser Kellerräume gehörte nun Ryanair. Ich zuckte die Schultern und ließ mich Lettland nieder. Später brachte ich es bis zum Ministerpräsidenten, doch die Erinnerung an jenen schicksalhaften Flug ließ mich zeit meines Lebens nicht mehr los. Es ist eine traurige Geschichte, aber ich musste sie erleben, um sie erzählen zu können.
Sunday, January 27, 2008
They Thought It Lost
Christian Spekulatius –
DIE WAHRHEIT
1927 geboren als Don Alejandro de la Ipojondría in Lissabon
1929: Doktorat für Zahnheilkunde an der Universität Heidelberg
1931: Rede vor dem britischen Unterhaus (Vorschlag der Einführung eines Polizeistaates)
1934: mit überragender Mehrheit zum Vorsitzenden der KPdSU gewählt, obwohl nicht als
Kandidat gemeldet
1935: Abschluss der "Theorien über die kalte Fusion"
1937: aus Zeitmangel Übergabe der Führung der SU an Genosse Dschugaschwili
1941: das Weiße Haus ignoriert eine von mir eingereichte Warnung betreffend Pearl Harbour
1942: Gründung der "Internationalen Atomenergiebehörde"
1943: erfolgreiche Ein-Mann-Einkesselung der deutschen Truppen bei Stalingrad
1944: Empfang eines anonymen Drohbriefes mit dem Stempel der Reichskanzlei
1945: Diebstahl meiner Aufzeichnungen über die Atomenergie durch die Amerikaner, eine Klage vor dem Obersten Gerichtshof wird abgewiesen
1947: erfolglose Teilnahme am Hitlerattentat vom 14. August
1950: nachträgliches Ablegen der Matura
1952: Inhaber des Lehrstuhls für Paläoquantenchemie an der Erzfürstlichen Hochschule Karachi
1953: Beendigung des Koreakrieges durch Organsiation einer Bridgepartie zwischen Eisenhower, Tse-Tung, Chruschtschow und mir. Gewinn des Spiels durch mich.
1954: eine Anklage auf Betrug vor dem Kaiserlichen Schwurgericht in Chicago erweist sich als haltlos
1956: das britische Unterhaus debattiert erneut über meinen Polizeistaat-Vorschlag
1961: Landung auf dem Mond. Vor Weiterflug zum Mars Hinterlassung einer Grußkarte für Armstrong
1964: Gründung der "Bangladesh Mining Inc."
1965: Konkurs der "Bangladesh Mining Inc." durch Fehlspekulationen
1966: Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der "Bangladesh Mining Inc." wird in Rio de Janeiro
erschossen aufgefunden, Dankschreiben an den Chef des brasiliansichen Inlandsgeheimdienstes
1967: Bau der Transatlantischen Brücke (vom US-Geheimdienst bis heute geheimgehalten), Beginn des Studiums der Nederlandistik in Paris
1968: nach Streit mit der Professorenschaft Anzettelung von Studentenunruhen
1969: Neil Armstrong und sein Kollege Muhammad Al-Sharif finden meine Grußkarte auf dem Mond. Armstrong erschlägt Al-Sharif, da dieser die Karte nicht vernichten will
1970: das britische Unterhaus gibt den Diebstahl von parlamentarischen Protokollen aus den frühen Dreißiger Jahren bekannt
1973: Erringung des Sieges in der Schlacht von Mexico City, Auflösung der "Lateinamerikanischen Polizeirepublik"
1975: Gründung der "Freien Demokratie Mururoa"
1977: Unbekannte gründen eine Sekte zu meinen Ehren
1979: Herausgabe der Neufassung der Bibel - Audienz beim Papst betreffend meiner Geschichte von Jonas und dem Walfisch (Johannes Paul II.: "unglaubwürdig und absurd")
1982: erste erfolgreiche Klonung eines menschlichen Wesens in der FD Mururoa, Aufbau einer gewaltigen Armee
1984: Schaffung einer zweiten Identität in Österreich, Änderung des zweiten Vornamens von Spekulatius auf Walter zwecks Unauffälligkeit, Massenselbstmord der "Spekulanten" nach meiner Weigerung, sie in einem Raumschiff zu entführen
1985: eine mururoische Invasion vor Los Angeles schlägt fehl
1986: endgültige Vernichtung der FD Mururoa durch amerikanische Truppen,
1989: versehentliche Öffnung der Sowjetunion durch Gorbatschow, bei meinem Eintreffen am Flughafen von Moskau ist die Entwicklung nicht mehr aufzuhalten
1991: erfolgreiche Expedition zum Kilimandscharo, Auffindung eines Jungbrunnens
1994: ein Anschlag der mir bis dahin unbekannten "Volkswehr Mururoa" auf ein Weingut in der Champagne schlägt fehl, Flucht nach Oberösterreich (zuvor Einnahme von Jungbrunnenwasser, um günstigeres "Kinderticket" zu bekommen)
1996: endgültige Vernichtung Mururoas durch französische Atomwaffen
1998: Streit mit dem Direktor eines Linzer Gymnasiums betreffend meiner 1950 abgelegten Matura (Franz Mayr: "Das ist gefälscht!")
1999: Direktor Mayr geht nach einem Drohschreiben des "Mururoischen Exilschützenfestes" überstürzt in Pension
2001/2: telefonisch beauftragte Einheitswährung Euro wird eingeführt
2002: Bezichtigung der Lüge durch Nachfolger von Mayr - Maßnahmen gesetzt, weitere Aufzeichnungen folgen!
DIE WAHRHEIT
1927 geboren als Don Alejandro de la Ipojondría in Lissabon
1929: Doktorat für Zahnheilkunde an der Universität Heidelberg
1931: Rede vor dem britischen Unterhaus (Vorschlag der Einführung eines Polizeistaates)
1934: mit überragender Mehrheit zum Vorsitzenden der KPdSU gewählt, obwohl nicht als
Kandidat gemeldet
1935: Abschluss der "Theorien über die kalte Fusion"
1937: aus Zeitmangel Übergabe der Führung der SU an Genosse Dschugaschwili
1941: das Weiße Haus ignoriert eine von mir eingereichte Warnung betreffend Pearl Harbour
1942: Gründung der "Internationalen Atomenergiebehörde"
1943: erfolgreiche Ein-Mann-Einkesselung der deutschen Truppen bei Stalingrad
1944: Empfang eines anonymen Drohbriefes mit dem Stempel der Reichskanzlei
1945: Diebstahl meiner Aufzeichnungen über die Atomenergie durch die Amerikaner, eine Klage vor dem Obersten Gerichtshof wird abgewiesen
1947: erfolglose Teilnahme am Hitlerattentat vom 14. August
1950: nachträgliches Ablegen der Matura
1952: Inhaber des Lehrstuhls für Paläoquantenchemie an der Erzfürstlichen Hochschule Karachi
1953: Beendigung des Koreakrieges durch Organsiation einer Bridgepartie zwischen Eisenhower, Tse-Tung, Chruschtschow und mir. Gewinn des Spiels durch mich.
1954: eine Anklage auf Betrug vor dem Kaiserlichen Schwurgericht in Chicago erweist sich als haltlos
1956: das britische Unterhaus debattiert erneut über meinen Polizeistaat-Vorschlag
1961: Landung auf dem Mond. Vor Weiterflug zum Mars Hinterlassung einer Grußkarte für Armstrong
1964: Gründung der "Bangladesh Mining Inc."
1965: Konkurs der "Bangladesh Mining Inc." durch Fehlspekulationen
1966: Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der "Bangladesh Mining Inc." wird in Rio de Janeiro
erschossen aufgefunden, Dankschreiben an den Chef des brasiliansichen Inlandsgeheimdienstes
1967: Bau der Transatlantischen Brücke (vom US-Geheimdienst bis heute geheimgehalten), Beginn des Studiums der Nederlandistik in Paris
1968: nach Streit mit der Professorenschaft Anzettelung von Studentenunruhen
1969: Neil Armstrong und sein Kollege Muhammad Al-Sharif finden meine Grußkarte auf dem Mond. Armstrong erschlägt Al-Sharif, da dieser die Karte nicht vernichten will
1970: das britische Unterhaus gibt den Diebstahl von parlamentarischen Protokollen aus den frühen Dreißiger Jahren bekannt
1973: Erringung des Sieges in der Schlacht von Mexico City, Auflösung der "Lateinamerikanischen Polizeirepublik"
1975: Gründung der "Freien Demokratie Mururoa"
1977: Unbekannte gründen eine Sekte zu meinen Ehren
1979: Herausgabe der Neufassung der Bibel - Audienz beim Papst betreffend meiner Geschichte von Jonas und dem Walfisch (Johannes Paul II.: "unglaubwürdig und absurd")
1982: erste erfolgreiche Klonung eines menschlichen Wesens in der FD Mururoa, Aufbau einer gewaltigen Armee
1984: Schaffung einer zweiten Identität in Österreich, Änderung des zweiten Vornamens von Spekulatius auf Walter zwecks Unauffälligkeit, Massenselbstmord der "Spekulanten" nach meiner Weigerung, sie in einem Raumschiff zu entführen
1985: eine mururoische Invasion vor Los Angeles schlägt fehl
1986: endgültige Vernichtung der FD Mururoa durch amerikanische Truppen,
1989: versehentliche Öffnung der Sowjetunion durch Gorbatschow, bei meinem Eintreffen am Flughafen von Moskau ist die Entwicklung nicht mehr aufzuhalten
1991: erfolgreiche Expedition zum Kilimandscharo, Auffindung eines Jungbrunnens
1994: ein Anschlag der mir bis dahin unbekannten "Volkswehr Mururoa" auf ein Weingut in der Champagne schlägt fehl, Flucht nach Oberösterreich (zuvor Einnahme von Jungbrunnenwasser, um günstigeres "Kinderticket" zu bekommen)
1996: endgültige Vernichtung Mururoas durch französische Atomwaffen
1998: Streit mit dem Direktor eines Linzer Gymnasiums betreffend meiner 1950 abgelegten Matura (Franz Mayr: "Das ist gefälscht!")
1999: Direktor Mayr geht nach einem Drohschreiben des "Mururoischen Exilschützenfestes" überstürzt in Pension
2001/2: telefonisch beauftragte Einheitswährung Euro wird eingeführt
2002: Bezichtigung der Lüge durch Nachfolger von Mayr - Maßnahmen gesetzt, weitere Aufzeichnungen folgen!
Sunday, January 13, 2008
dass man sich darüber im klaren hätte sein können dass es nichts wird stand im prinzip von vornherein fest insofern als man stets dazu neigt über unsicheres zukünftiges annahmen zu treffen basierend auf erfahrungen der vergangenheit die nicht notwendigerweise mit diesem zukünftigen in verbindung stehen müssen und es auch meistens nicht tun was zu einer komplett fehlgeleiteten erwartungshaltung des individuums angesichts des auf es zukommenden führt was naturgemäß enttäuschung auslöst wenn die deckungsgleichheit von erwartung und ergebnis nicht einmal im ansatz gegeben ist
Friday, December 21, 2007
Weltsprache Latein
Die Wahrheit, die du brauchst, wünscht dem Messias und allen Selbstdarstellern Alles Gute zum Geburtstag und Frohe Festtage.
Monday, December 10, 2007
schlaflos im salettl
i hob a gmitalichs bett im haus
doat schlofat i gean efta aus
nua kiazt da leam vun deim pöscho
in schlof mia jedn morgn o
... des schiache puan
mei haus des hod a tial voan
und kumst nu amoi zuwagfoan
don schmeiß i durch des tial dia
an schwahn staa and foaratia
... des soids scho tuan
doat schlofat i gean efta aus
nua kiazt da leam vun deim pöscho
in schlof mia jedn morgn o
... des schiache puan
mei haus des hod a tial voan
und kumst nu amoi zuwagfoan
don schmeiß i durch des tial dia
an schwahn staa and foaratia
... des soids scho tuan
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