In Walding, da kennt der Wahn keine Zügel,
Das Wirtshaus steht unten, die Kirche am Hügel,
Und Sonntags da wird dann ein Hang überwunden,
Weil auf dem Hügel ist's höher als unten.
In Walding, da kennt der Wahn keine Schranken,
Es gibt eine Bank, doch es gibt keine Banken,
Weil die Waldinger, wenn mancher auch gut verdient,
Für mehr als eine zu wenige sind.
In Walding, da kennt der Wahn keinen Halt,
Ein jeder wird älter, doch Walding wird alt,
Und am Sportplatz ziehen umher sie die Greise,
Und am Himmel ziehen die Geier schon Kreise.
In Walding, da kennt der Wahn keine Bremsen,
Im Baum sitzen Spatzen, im Tierpark die Gemsen,
Am Tisch sitzen Freunde, im Busch sitzen Feinde,
Nur das Rindvieh sitzt auf der Gemeinde.
Monday, April 10, 2006
Sunday, April 09, 2006
Wednesday, April 05, 2006
Diebische Medien
Schon seit geraumer Zeit werden die Medien diverser Vergehen beschuldigt. Bisher standen der Vorwurf der Massenmanipulation, der Vorspiegelung falscher Tatsachen, des Ruf-, sowie in manchen Gegenden der Anregung eines physischen Mordes im Vordergrund, aber nun ist es an der Zeit, von diesen Abgründen aus in die seichten Schlieren der niederen Verbrechen zu waten, sich in die trüben Wässer zu knien und daraus Anklage zu erheben und zwar wegen gemeinen Diebstahls. Die Medien haben uns die schönen Menschen aus dem Alltag entwendet.
Man kann nicht mehr mit einem modernen Massenmedium in Kontakt kommen, ohne nahezu perfekte Kronen der Schöpfung vorgeführt zu bekommen. Egal ob im Fernsehen, in den Zeitschriften oder auf den bunten Plakaten entlang der Ausfallstraßen - allenthalben stolpert der Blick über menschgewordene wohlproportionierte, wohlgebräunte, wohllächelnde Ansehnlichkeit. Damen, die in direkter Erbfolge an den Reizen der Aphrodite Beteiligungen halten, fesseln mit ihrem reizvollen Augenaufschlag unsere Aufmerksamkeit, sodass wir gar nicht merken, wie die Hand zu dem beworbenen Konsumgut greift. Junge Herren schauen uns von den Affichen so sinnlich entgegen, dass wir zuerst an ihrer, im Falle länger anhaltenden Blickkontaktes dann an unserer Heterosexualität zu zweifeln beginnen. Wer in der Welt der Medien lebt, lebt mit der Überzeugung, der Mensch sei tatsächlich als Ebenbild Gottes geschaffen worden.
Wer sich aber bisweilen hinter seinem Fernseher, seinem Versandhauskatalog, seiner ihm als Wohnstatt dienlichen Kühlschrankverpackung hervorwagen muss, verliert den Glauben an jedweden Kreationismus. Wo auch immer wir uns auf die Suche nach den Idealen einer besseren Welt machen - im Hörsaal, im Bus oder im Spiegel -, nirgends sind die Menschen, die wir zu kenne glauben anzutreffen. Stets stoßen wir nur angewidert auf den lähmenden Atem des Gewöhnlichen, der die Realität durchbläst (*). Menschen, die zu groß, meist aber zu klein, zu dünn, meist aber zu dick, und praktisch immer zu unfreundlich sind beherrschen diese und wirken dabei besonders in den Wintermonaten noch kränklich und oft viel zu alt. Von den Schönheiten der Werbung, des Internets und der Boulevardberichterstattung fehlt jede Spur.
In den seltensten Fällen erweckt jemand unser Interesse, der an einen matten Abglanz jener Hochglanzwesen erinnert, doch stets fehlt es an den Proportionen, der Bräune oder dem Lächeln - und wer sich mit ihnen kurz zurückziehen will, um Phantasien nachzugehen, erlebt auch eine unangenehme Überraschung. Selbst wenn man auf Personen des im allgemeinen anderen Geschlechts trifft, bei deren Anblick man sich in glücklicheren Zeiten erfreut "Fesch!" gedacht hätte, so schiebt sich heute nur die Erinnerung an die Bevölkerung der zuletzt überflogenen Publikation zweiter Klasse vor das innere Auge und das stille Kompliment wandelt sich in ein betrübtes "Andererseits ..."
Wie, die gemeinen Bewohner einer gewöhnlichen Welt, müssen somit bei ästethischer Häss- und Durschnittlichkeit darben, während sich ganze Herden von atemberaubend gutaussehenden Menschen auf den immergrünen Weiden der Medienlandschaft tummeln. Ich sage:
Reißt die Zäune ein!
Befreit die Spitzen menschlicher Perfektion!
Lasst die Medien den Schrecken ewiger Verdammnis anheim fallen!
Oder nicht.
(*): Der lähmende Atem der Realität (Beispiel):
Wednesday, March 29, 2006
Italienisch - Romanische Sprache der Verlierer
Indogermanische Sprachen beherrschen die Erde, vom Englischen in Alaska bis hin zum Französischen in Zaire. Praktisch jedes Volk der europäischen Halbinsel hat es in den letzten Jahrhunderten geschafft, zumindest einem auswärtigen Menschengeschlecht sein Idiom aufzuzwingen - mit einer Ausnahme: die Italiener, oft nicht ohne Grund herablassend als Ithaker oder Katzlmocher bezeichnet, haben kein Land der Welt gefunden, in das sie dereinst exportieren hätten können, um heute fröhlich und ohne Heimweh dahin auf Urlaub zu fahren - mit Ausnahme der südlichen Schweiz, die jedoch zur strategisch wichtigen Sommerzeit von Deutschschweizern belegt wird.
Es ist nicht so, dass es die Italiener nicht versucht hätten, aber ihre Bemühungen in Äthiopien kamen erstens zu spät und endeten zweitens in einem Debakel - wofür wir froh sein müssen, denn eine weitere Nation mit der katastrophal nervigen italienischen Art des Betonens unschuldiger Wörter hätte wohl zumindest einen globalen nukelaren Schlagabtausch ausgelöst. Die Italiener haben in ihrer gesamten Geschichte nichts geleistet, worauf sie stolz sein könnten. Das römische Reich ging unter, Christoph Kolumbus wanderte aus und in der Zeit, die zählte war das halbe Land unter österreichischer Herrschaft, bis auf den armen Süden, wo es ohnehin nichts Spektakuläres gibt außer der Heimat der Pizza, die jedoch - unseren heimischen Gaumen angepasst - in Haslach mittlweile besser mundet and in Benevento.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein tapfereres europäisches Grüppchen den Italienern den letzten Rest von Größe nimmt und ihnen eine erfolgreichere Sprache als die ihre aufzwingt. In zwölf Jahren wird Italienische nur eine weitere der vielen romanischen Sprachen sein, die - wie Okzitanisch, Aragonesisch und diese Sprache, von der man nicht einmal mehr den Namen weiß - nicht stark genug waren.
Es ist nicht so, dass es die Italiener nicht versucht hätten, aber ihre Bemühungen in Äthiopien kamen erstens zu spät und endeten zweitens in einem Debakel - wofür wir froh sein müssen, denn eine weitere Nation mit der katastrophal nervigen italienischen Art des Betonens unschuldiger Wörter hätte wohl zumindest einen globalen nukelaren Schlagabtausch ausgelöst. Die Italiener haben in ihrer gesamten Geschichte nichts geleistet, worauf sie stolz sein könnten. Das römische Reich ging unter, Christoph Kolumbus wanderte aus und in der Zeit, die zählte war das halbe Land unter österreichischer Herrschaft, bis auf den armen Süden, wo es ohnehin nichts Spektakuläres gibt außer der Heimat der Pizza, die jedoch - unseren heimischen Gaumen angepasst - in Haslach mittlweile besser mundet and in Benevento.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein tapfereres europäisches Grüppchen den Italienern den letzten Rest von Größe nimmt und ihnen eine erfolgreichere Sprache als die ihre aufzwingt. In zwölf Jahren wird Italienische nur eine weitere der vielen romanischen Sprachen sein, die - wie Okzitanisch, Aragonesisch und diese Sprache, von der man nicht einmal mehr den Namen weiß - nicht stark genug waren.
Wednesday, March 15, 2006
Warum der Winter nicht endet
Allenthalben liest man in den letzten Wochen vom Jahrhundertwinter, der nicht enden will, ehe uns nicht Zehen, Haar und Schneidezähne abgefroren sind. Familienväter raufen sich verzweifelt die Glatzen, wenn die Zufahrten zu ihren Garagen über Nacht wieder der Vergletscherung anheim gefallen sind und auf den Autobahnen massenkaramboliert es munter vor sich hin. Die oftmals zornig in die weiße Welt hinausgeblaffte Frage lautet momentan: Wann wird dieses Inferno enden?
Dabei gibt es wenig zu fluchen, wenn man sich die Mühe macht und etwas Recherche betreibt. Das Internet erklärt dieser Tage rasch und mit zweifelhafter Glaubwürdigkeit, weshalb der Winter nun einmal länger dauert, als man es vielleicht von alters her gewohnt ist. Unter der Verwendung des Gattringer-Heisenbergschen Additivitätsprinzips verläuft die Beweisführung folgendermaßen:
Jede Jahreszeit besteht in ihrem innersten aus Monaten, die wieder in Woche aufgesplittert werden können. Die Wochen werden mit wenigen Ausnahme, die statistisch vernachlässigbar sind, aus Tagen zusammengesetzt, woher sich auch deren Name - Wochentage - ableitet. Somit besteht jede Jahreszeit aus verschiedenen Tagen.
Der Einfachheit des Modells zuliebe unterteilen wir das Jahr in unserer Überlegung in zwei Jahreszeiten, Winter und Sommer, die wiederum als aus diskret im Sinne von verschwiegen verteilten jahreszeitspezifischen Tagen bestehen. Zu den Tagen zählen, wie bereits erwähnt, die Wochentage; weiters schlagen wir dieser Klasse von Elementen auch noch die Feiertage, sowie einige besondere Tage mehr zu, um die Gesamtmenge an Tagen qualitativ beschreiben zu können, was uns einen ganzen Haufen an empirischer Tagforschung erspart. In unserem Modell besteht somit der Winter aus diversen Winter-, der Sommer aus den unterschiedlichsten Sommertagen.
Weiters nehmen wir an, dass es für das Mitteilungsbedürfnis von Menschen im groß Geschriebenen und Ganzen gleich ist, ob der zu berichtende Vorfall im Winter oder Sommer geschehen ist, sowie dass das Vorfallen von Vorfällen vor allem von der Tagesart, nicht jedoch von der Jahreszeit abhängig ist.
Nachdem wir so das solide theoretische Fundament gelegt haben, beginnen wir nun mit der technischen Datenerhebung. Da das Internet ohnehin aus einem Bunker dreihundert Meter tief in der kargen Scholle des Firmensitzes von Google gesteuert wird, beschränken wir uns hierzu auf selbige Suchmaschine und erheben durch die Eingabe der jeweiligen jahreszeitbezogenen Tagesdaten deren absolute quantitative Häufigkeit in der Grundgesamtheit allen möglichen, denn was nicht im Internet zu finden ist, existiert per definitionem nicht.
Die Ergebnisse verarbeiten wir zu einer hübschen Tabelle und erstellen daraus ein Diagramm, auf dessen x-Achse der jeweilige Tag abgetragen wird, wohingegen die y-Achse die korrespondierende Trefferanzahl misst. Nun addieren wir noch die Zahl der Tage für den Winter, sowie jene für den Sommer und kommen zu folgendem Ergebnis:
Wintertage: 2625 Nennungen
Sommertage: 2322 Nennungen
genauer:
Wintermontag
43
Winterdienstag
11
Wintermittwoch
5
Winterdonnerstag
3
Winterfreitag
9
Wintersamstag
1730
Wintersonntag
472
Wintergeburtstag
112
Winterfeiertag
239
Winterchristtag
0
Winterlandtag
1
----
Sommermontag
39
Sommerdienstag
72
Sommermittwoch
7
Sommerdonnerstag
21
Sommerfreitag
43
Sommersamstag
199
Sommersonntag
1430
Sommergeburtstag
136
Sommerfeiertag
374
Sommerchristtag
0
Sommerlandtag
1
Damit ist erklärt, weshalb der Winter in Zeiten der weltumspannenden Kommunikation um ein gutes Siebtel länger dauert: da das Mitteilungsbedürfnis unserer Mitmenschen in der kalten Jahreszeit nicht ansteigt (sog. "Waschtrog-Axiom"), kann die höhere Zahl der Fundeinträge für Wintertage nur durch deren größere Menge erklärt werden. Oder, in den Worten eines Franz-Josefs-Ländischen (Friedens-)Nobelpreisträgers: "Es muass hoit so sei!" bzw. "Es is hoit afoch aso!"

Im übrigen untersagte Erzherzog Karl auf dem Winterlandtag 1580 in einem Dekret vom 10. Dezember den österreichischen Bürgerschaften die Ausübung der evangelischen Religion, hatte diesen Beschluss jedoch später aufgrund des heftigen Widerstandes der Stände zurückzunehmen.
Dabei gibt es wenig zu fluchen, wenn man sich die Mühe macht und etwas Recherche betreibt. Das Internet erklärt dieser Tage rasch und mit zweifelhafter Glaubwürdigkeit, weshalb der Winter nun einmal länger dauert, als man es vielleicht von alters her gewohnt ist. Unter der Verwendung des Gattringer-Heisenbergschen Additivitätsprinzips verläuft die Beweisführung folgendermaßen:
Jede Jahreszeit besteht in ihrem innersten aus Monaten, die wieder in Woche aufgesplittert werden können. Die Wochen werden mit wenigen Ausnahme, die statistisch vernachlässigbar sind, aus Tagen zusammengesetzt, woher sich auch deren Name - Wochentage - ableitet. Somit besteht jede Jahreszeit aus verschiedenen Tagen.
Der Einfachheit des Modells zuliebe unterteilen wir das Jahr in unserer Überlegung in zwei Jahreszeiten, Winter und Sommer, die wiederum als aus diskret im Sinne von verschwiegen verteilten jahreszeitspezifischen Tagen bestehen. Zu den Tagen zählen, wie bereits erwähnt, die Wochentage; weiters schlagen wir dieser Klasse von Elementen auch noch die Feiertage, sowie einige besondere Tage mehr zu, um die Gesamtmenge an Tagen qualitativ beschreiben zu können, was uns einen ganzen Haufen an empirischer Tagforschung erspart. In unserem Modell besteht somit der Winter aus diversen Winter-, der Sommer aus den unterschiedlichsten Sommertagen.
Weiters nehmen wir an, dass es für das Mitteilungsbedürfnis von Menschen im groß Geschriebenen und Ganzen gleich ist, ob der zu berichtende Vorfall im Winter oder Sommer geschehen ist, sowie dass das Vorfallen von Vorfällen vor allem von der Tagesart, nicht jedoch von der Jahreszeit abhängig ist.
Nachdem wir so das solide theoretische Fundament gelegt haben, beginnen wir nun mit der technischen Datenerhebung. Da das Internet ohnehin aus einem Bunker dreihundert Meter tief in der kargen Scholle des Firmensitzes von Google gesteuert wird, beschränken wir uns hierzu auf selbige Suchmaschine und erheben durch die Eingabe der jeweiligen jahreszeitbezogenen Tagesdaten deren absolute quantitative Häufigkeit in der Grundgesamtheit allen möglichen, denn was nicht im Internet zu finden ist, existiert per definitionem nicht.
Die Ergebnisse verarbeiten wir zu einer hübschen Tabelle und erstellen daraus ein Diagramm, auf dessen x-Achse der jeweilige Tag abgetragen wird, wohingegen die y-Achse die korrespondierende Trefferanzahl misst. Nun addieren wir noch die Zahl der Tage für den Winter, sowie jene für den Sommer und kommen zu folgendem Ergebnis:
Wintertage: 2625 Nennungen
Sommertage: 2322 Nennungen
genauer:
Wintermontag
43
Winterdienstag
11
Wintermittwoch
5
Winterdonnerstag
3
Winterfreitag
9
Wintersamstag
1730
Wintersonntag
472
Wintergeburtstag
112
Winterfeiertag
239
Winterchristtag
0
Winterlandtag
1
----
Sommermontag
39
Sommerdienstag
72
Sommermittwoch
7
Sommerdonnerstag
21
Sommerfreitag
43
Sommersamstag
199
Sommersonntag
1430
Sommergeburtstag
136
Sommerfeiertag
374
Sommerchristtag
0
Sommerlandtag
1
Damit ist erklärt, weshalb der Winter in Zeiten der weltumspannenden Kommunikation um ein gutes Siebtel länger dauert: da das Mitteilungsbedürfnis unserer Mitmenschen in der kalten Jahreszeit nicht ansteigt (sog. "Waschtrog-Axiom"), kann die höhere Zahl der Fundeinträge für Wintertage nur durch deren größere Menge erklärt werden. Oder, in den Worten eines Franz-Josefs-Ländischen (Friedens-)Nobelpreisträgers: "Es muass hoit so sei!" bzw. "Es is hoit afoch aso!"

Im übrigen untersagte Erzherzog Karl auf dem Winterlandtag 1580 in einem Dekret vom 10. Dezember den österreichischen Bürgerschaften die Ausübung der evangelischen Religion, hatte diesen Beschluss jedoch später aufgrund des heftigen Widerstandes der Stände zurückzunehmen.
Monday, February 27, 2006
Falls du hin willst ...
Universidad de Navarra – Pamplona – Spanien
Erfahrungsbericht
Land und Leute
Pamplona, die Hauptstadt der Comunidad Foral Navarra, liegt im Norden Spaniens, sehr nahe am Baskenland, was sich u.a. daran bemerkbar macht, dass in der Gegend Baskisch zweite Amtssprache ist und deshalb sämtliche offiziellen Schilder und Dokumente zweisprachig gehalten sind. Praktisch spricht aber nur ein sehr geringer Anteil der Menschen Baskisch, mit Ausnahme der Studenten aus dem erwähnten Baskenland, und die, welche es tun, sprechen Spanisch mindestens genauso gut, ganz im Gegensatz zum Englischen, welche – wenn überhaupt – nur sehr schlecht gesprochen und verstanden wird. Zumindest Grundkenntnisse der spanischen Sprache sind daher meiner Meinung nach unabdingbar für ein erfolgreiches Austauschsemester. Die gute Nachricht: der lokale Dialekt ist der Schriftsprache sehr nahe!
Pamplona liegt in einem Becken, der Cuenca de Pamplona, das von mittelhohen Bergen umgeben ist. Diese bieten einerseits Gelegnheit für Wanderungen und sorgen andererseits für ein sehr trockenes und generell gutes Wetter, wenngleich die Temperaturen – Gott sei Dank – nicht an die Kastiliens oder Madrids heranreichen.
Obwohl die Einwohner des Nordens von den weiter im Süden lebenden Spaniern als unspanisch verschlossen bezeichnet werden, habe ich sie als offen, freundlich und sehr hilfsbereit empfunden. Allerdings nach zwei Jahren Studium in der Schweiz …
Die katholische Kirche hat nach wie vor einen großen Einfluss in Pamplona und Navarra. Hier wurde das Opus Dei gegründet und hier hatte Franco seine einzige Bastion im ansonsten tiefrepublikanischen Nordspanien mit Ausnahme Galiziens.
Eine gewisse Vorsicht ist bei manchen politischen Themen geboten. Die Bereitschaft, über Themen wie die baskische Unabhängigkeit, den ETA-Terror oder auch den spanischen Bürgerkrieg zu diskutieren ist von Spanier zu Spanier recht unterschiedlich. Was vorletzteren angeht, darf man beruhigt sein – das letzte Attentat mit Todesfolge der baskischen Untergrundorganisation liegt mehr als 1000 Tage zurück.
Die Universität
Die Universidad de Navarra ist keine öffentliche Universität, sondern gehört dem Opus Dei, von dem sie auch geführt wird. Das merkt man, wenn man nicht in einem Studentenheim der Universität lebt, hauptsächlich an dem hohen Anteil an weißbekragten Priestern, die auf dem Campus herumirren. Ansonsten wird auf Bekehrungsversuche generell verzichtet.
Die Gebäude sind samt und sonders ganz modern und sauber, stehen jedoch zum Teil etwas weit auseinander. An den Eingängen befinden sich kartenleserbewehrte Drehkreuze mit Portieren. In erstgenannte hat man als Student eine ID-Card einzuführen, wodurch einem erst Zugang zu den inneren Heiligtümern gestattet wird. Als Austauschstudent muss man die ersten ein bis zwei Wochen ohne diese Karte zubringen und die Portiere in gebrochenem Spanisch um Einlass bitten. Die meisten Kurse wird man als Austauschstudent der HSG im Edificio de Ciencias Sociales (Cc.Ss.) haben, einem Gebäude, welches bisweilen treffend als „Bunker“ bezeichnet wird.
Die Kurse sind prinzipiell auf Spanisch, saisonabhängig werden verschieden wenige Kurse auf Englisch angeboten, in denen man – da Spanier ihre eigene Sprache bevorzugen – als Austauschstudent meist unter sich ist. Das Niveau, sowohl der spansichen, wie auch der englischen Kurse variiert relativ stark, ist aber im Durchschnitt um einiges unter dem heimatlichen Standard anzusetzen. Skripten gibt es meist nicht, nur eine zentrale Kopierstelle für die gern benutzten Case Studies. Generell wirkt vieles etwas improvisiert bis chaotisch, aber mit etwas Eigeninitiative und Fatalismus findet man seinen Weg. Im Zweifelsfalle gilt – vor allem in den spanischsprachigen Kursen: Den armen verwirrten Austauschstudenten ins Feld führen! Spanier sind nämlich recht hilfsbereit. Weniger Unterstützung sollte man sich vom Koordinator für die Austauschstudenten, einem Amerikaner, erwarten, der zwar immer sehr freundlich und unterhaltsam, aber auch etwas faul ist.
Die Universität sieht sich übrigens als eine der führenden in Spanien – der Grund, wieso die HSG ein Austauschprogramm mit ihr hat. Deshalb trifft man an der Universität auch auf Studenten aus allen Teilen Spaniens, sowie zahlreiche Lateinamerikaner.
Praktische Hinweise
Anreise:
Pamplona besitzt nur einen kleinen Regionalflughafen, auf dem die Iberia ein Monopol hat und deswegen kriminelle Preise ab Deutschland und Österreich einhebt. Von Schweizer Flughäfen ist die Direktanreise um einiges kostengünstiger. Andernfalls empfiehlt es sich, mit einem Low-Cost-Carrier einen der Flughäfen in der Umgebung anzusteuern. Bilbao (Air Berlin, Fly Niki) ist mit dem Bus zwei Stunden, Zaragoza (Ryanair) ebenfalls zwei und Barcelona (SkyEurope) fünf Stunden entfernt. Generell ist der Autobus das Verkehrsmittel für Reisen innerhalb Spaniens, da die Eisenbahn schlecht ausgebaut und teuer ist. Überdies liegt der Busbahnhof mitten in der Innenstadt.
Wer ein Auto hat und damit anzureisen überlegt, dem sei ausdrücklich dazu geraten. Pamplona ist trotz seiner 200.000 Einwohner zu klein, um dort ein Semester lang Neues zu entdecken und die Umgebung lockt mit viel Sehenswürdigem und einer sehr schönen Landschaft. Wer auf dergleichen aber keinen Wert legt, der braucht auch nicht unbedingt ein Auto.
Wohnen:
Eine Wohnungssuche ist sinnvoll fast nur vor Ort möglich. Deshalb sollte man für die ersten paar Nächte in einem günstigen Hostal (z.B. Escaray, Abodi oder Mesón del Barro) reservieren und sich dann anhand der haufenweise an Laternenmasten zu findenden Anzeigen auf die Suche nach einem WG-Zimmer machen. Wer gleich eine ganze Wohnung für drei oder vier Personen sucht, kann auch bei den Kleinanzeigen im Diario de Navarra oder anderen Zeitungen fündig werden. Zwar liegen auch auf der Uni Listen von freien Zimmern und Wohnungen auf, diese sind allerdings im Allgemeinen nicht sehr aktuell und die Zimmer bei Semesterstart schon vergeben. Die Studentenwohnheime (Colegios Mayores) werden von Opus Dei geleitet und weisen dementsprechende Regeln auf, z.B. Anwesenheitspflicht ab 23 Uhr abends. Darüberhinaus ist die Mindestmietdauer ein Jahr. Ein- oder Zwei-Zimmer-Wohnungen existieren praktisch nicht. Die Mieten sind relativ hoch, genau wie die Häuser, weshalb mit Mitekosten von normalerweise € 250 bis € 300 zzgl. Nebenkosten gerechnet werden muss. Ideales Wohnviertel für Studenten ist Iturrama, welches direkt zwischen Uni und Altstadt liegt.
Essen:
Im Gegensatz zu unserer geliebten Universität praktiziert man an der UNav hinsichtlich der Gastronomie den freien Wettbewerb. Die diversen Comedores werden von unterschiedlichen Betrieben geführt und variieren deshalb hinsichtlich Angebot und Preise, letztere weisen aber ein akzeptables Niveau auf. Empfehlenswert fürs Mittagessen ist z.B. das Faustino im Edificio Central (die Speisekarte liegt – etwas versteckt – auf dem Tresen!). Der größere Comedor neben dem Architekturgebäude bietet ein preisreduziertes Mittagsmenü an, jedoch ist stets eine Komponente ungenießbar.
Die Imbisskultur ist in Pamplona noch schlechter verankert, als in St. Gallen. Während man hierzulande zumindest noch eine Bratwurst im Vorbeigehen erwerben kann, ist man dort auf die Filialen intenationaler Fast-Food-Ketten angewiesen.
Wer sicher gehen will, kauft in einem der diversen Supermärkte (Eroski, Caprabo, Carrefour) ein und kocht selbst.
Nachtleben:
Pamplona erreicht in dieser Hinsicht nicht ganz das Niveau mancher anderen spanischen Städte und ist schon gar nicht mit Madrid oder Barcelona vergleichbar. Dennoch wird einem so schnell nicht langweilig, gerade wenn man aus St. Gallen kommt. Die Stadt bietet eine reiche Auswahl an Bars, die in der Altstadt zum Teil leicht bis stärker baskisch-nationalistisch angehaucht sind. Iturrama dagegen weist aus irgendeinem Grund eine hohe Dichte von Irish Bars auf. Ein ziemlich beliebtes Lokal ist das „Los Portales“ am Rand der Altstadt, wo man von Donnerstag bis Samstag an jedem Abend Bekannte treffen wird, sobald man welche in Pamplona hat. Ab drei Uhr ist dann auch in den Clubs der Stadt langsam etwas los.
Weitere Informationen
http://www.unav.es/
http://www.pamplona.es/
http://www.vivirenpamplona.es/ (Gratiszeitung der Stadt)
http://www.diariodenavarra.es/
Wer diverse Bilder von der Stadt sehen möchte ist herzlich eingeladen, mir zu schreiben und mich um meinen 10 MB großen „Paseo por Pamplona con D. CWG“ als Pdf-File zu bitten. Auch für zusätzliche Auskünfte stehe ich natürlich prinzipiell gerne zur Verfügung.
Erfahrungsbericht
Land und Leute
Pamplona, die Hauptstadt der Comunidad Foral Navarra, liegt im Norden Spaniens, sehr nahe am Baskenland, was sich u.a. daran bemerkbar macht, dass in der Gegend Baskisch zweite Amtssprache ist und deshalb sämtliche offiziellen Schilder und Dokumente zweisprachig gehalten sind. Praktisch spricht aber nur ein sehr geringer Anteil der Menschen Baskisch, mit Ausnahme der Studenten aus dem erwähnten Baskenland, und die, welche es tun, sprechen Spanisch mindestens genauso gut, ganz im Gegensatz zum Englischen, welche – wenn überhaupt – nur sehr schlecht gesprochen und verstanden wird. Zumindest Grundkenntnisse der spanischen Sprache sind daher meiner Meinung nach unabdingbar für ein erfolgreiches Austauschsemester. Die gute Nachricht: der lokale Dialekt ist der Schriftsprache sehr nahe!
Pamplona liegt in einem Becken, der Cuenca de Pamplona, das von mittelhohen Bergen umgeben ist. Diese bieten einerseits Gelegnheit für Wanderungen und sorgen andererseits für ein sehr trockenes und generell gutes Wetter, wenngleich die Temperaturen – Gott sei Dank – nicht an die Kastiliens oder Madrids heranreichen.
Obwohl die Einwohner des Nordens von den weiter im Süden lebenden Spaniern als unspanisch verschlossen bezeichnet werden, habe ich sie als offen, freundlich und sehr hilfsbereit empfunden. Allerdings nach zwei Jahren Studium in der Schweiz …
Die katholische Kirche hat nach wie vor einen großen Einfluss in Pamplona und Navarra. Hier wurde das Opus Dei gegründet und hier hatte Franco seine einzige Bastion im ansonsten tiefrepublikanischen Nordspanien mit Ausnahme Galiziens.
Eine gewisse Vorsicht ist bei manchen politischen Themen geboten. Die Bereitschaft, über Themen wie die baskische Unabhängigkeit, den ETA-Terror oder auch den spanischen Bürgerkrieg zu diskutieren ist von Spanier zu Spanier recht unterschiedlich. Was vorletzteren angeht, darf man beruhigt sein – das letzte Attentat mit Todesfolge der baskischen Untergrundorganisation liegt mehr als 1000 Tage zurück.
Die Universität
Die Universidad de Navarra ist keine öffentliche Universität, sondern gehört dem Opus Dei, von dem sie auch geführt wird. Das merkt man, wenn man nicht in einem Studentenheim der Universität lebt, hauptsächlich an dem hohen Anteil an weißbekragten Priestern, die auf dem Campus herumirren. Ansonsten wird auf Bekehrungsversuche generell verzichtet.
Die Gebäude sind samt und sonders ganz modern und sauber, stehen jedoch zum Teil etwas weit auseinander. An den Eingängen befinden sich kartenleserbewehrte Drehkreuze mit Portieren. In erstgenannte hat man als Student eine ID-Card einzuführen, wodurch einem erst Zugang zu den inneren Heiligtümern gestattet wird. Als Austauschstudent muss man die ersten ein bis zwei Wochen ohne diese Karte zubringen und die Portiere in gebrochenem Spanisch um Einlass bitten. Die meisten Kurse wird man als Austauschstudent der HSG im Edificio de Ciencias Sociales (Cc.Ss.) haben, einem Gebäude, welches bisweilen treffend als „Bunker“ bezeichnet wird.
Die Kurse sind prinzipiell auf Spanisch, saisonabhängig werden verschieden wenige Kurse auf Englisch angeboten, in denen man – da Spanier ihre eigene Sprache bevorzugen – als Austauschstudent meist unter sich ist. Das Niveau, sowohl der spansichen, wie auch der englischen Kurse variiert relativ stark, ist aber im Durchschnitt um einiges unter dem heimatlichen Standard anzusetzen. Skripten gibt es meist nicht, nur eine zentrale Kopierstelle für die gern benutzten Case Studies. Generell wirkt vieles etwas improvisiert bis chaotisch, aber mit etwas Eigeninitiative und Fatalismus findet man seinen Weg. Im Zweifelsfalle gilt – vor allem in den spanischsprachigen Kursen: Den armen verwirrten Austauschstudenten ins Feld führen! Spanier sind nämlich recht hilfsbereit. Weniger Unterstützung sollte man sich vom Koordinator für die Austauschstudenten, einem Amerikaner, erwarten, der zwar immer sehr freundlich und unterhaltsam, aber auch etwas faul ist.
Die Universität sieht sich übrigens als eine der führenden in Spanien – der Grund, wieso die HSG ein Austauschprogramm mit ihr hat. Deshalb trifft man an der Universität auch auf Studenten aus allen Teilen Spaniens, sowie zahlreiche Lateinamerikaner.
Praktische Hinweise
Anreise:
Pamplona besitzt nur einen kleinen Regionalflughafen, auf dem die Iberia ein Monopol hat und deswegen kriminelle Preise ab Deutschland und Österreich einhebt. Von Schweizer Flughäfen ist die Direktanreise um einiges kostengünstiger. Andernfalls empfiehlt es sich, mit einem Low-Cost-Carrier einen der Flughäfen in der Umgebung anzusteuern. Bilbao (Air Berlin, Fly Niki) ist mit dem Bus zwei Stunden, Zaragoza (Ryanair) ebenfalls zwei und Barcelona (SkyEurope) fünf Stunden entfernt. Generell ist der Autobus das Verkehrsmittel für Reisen innerhalb Spaniens, da die Eisenbahn schlecht ausgebaut und teuer ist. Überdies liegt der Busbahnhof mitten in der Innenstadt.
Wer ein Auto hat und damit anzureisen überlegt, dem sei ausdrücklich dazu geraten. Pamplona ist trotz seiner 200.000 Einwohner zu klein, um dort ein Semester lang Neues zu entdecken und die Umgebung lockt mit viel Sehenswürdigem und einer sehr schönen Landschaft. Wer auf dergleichen aber keinen Wert legt, der braucht auch nicht unbedingt ein Auto.
Wohnen:
Eine Wohnungssuche ist sinnvoll fast nur vor Ort möglich. Deshalb sollte man für die ersten paar Nächte in einem günstigen Hostal (z.B. Escaray, Abodi oder Mesón del Barro) reservieren und sich dann anhand der haufenweise an Laternenmasten zu findenden Anzeigen auf die Suche nach einem WG-Zimmer machen. Wer gleich eine ganze Wohnung für drei oder vier Personen sucht, kann auch bei den Kleinanzeigen im Diario de Navarra oder anderen Zeitungen fündig werden. Zwar liegen auch auf der Uni Listen von freien Zimmern und Wohnungen auf, diese sind allerdings im Allgemeinen nicht sehr aktuell und die Zimmer bei Semesterstart schon vergeben. Die Studentenwohnheime (Colegios Mayores) werden von Opus Dei geleitet und weisen dementsprechende Regeln auf, z.B. Anwesenheitspflicht ab 23 Uhr abends. Darüberhinaus ist die Mindestmietdauer ein Jahr. Ein- oder Zwei-Zimmer-Wohnungen existieren praktisch nicht. Die Mieten sind relativ hoch, genau wie die Häuser, weshalb mit Mitekosten von normalerweise € 250 bis € 300 zzgl. Nebenkosten gerechnet werden muss. Ideales Wohnviertel für Studenten ist Iturrama, welches direkt zwischen Uni und Altstadt liegt.
Essen:
Im Gegensatz zu unserer geliebten Universität praktiziert man an der UNav hinsichtlich der Gastronomie den freien Wettbewerb. Die diversen Comedores werden von unterschiedlichen Betrieben geführt und variieren deshalb hinsichtlich Angebot und Preise, letztere weisen aber ein akzeptables Niveau auf. Empfehlenswert fürs Mittagessen ist z.B. das Faustino im Edificio Central (die Speisekarte liegt – etwas versteckt – auf dem Tresen!). Der größere Comedor neben dem Architekturgebäude bietet ein preisreduziertes Mittagsmenü an, jedoch ist stets eine Komponente ungenießbar.
Die Imbisskultur ist in Pamplona noch schlechter verankert, als in St. Gallen. Während man hierzulande zumindest noch eine Bratwurst im Vorbeigehen erwerben kann, ist man dort auf die Filialen intenationaler Fast-Food-Ketten angewiesen.
Wer sicher gehen will, kauft in einem der diversen Supermärkte (Eroski, Caprabo, Carrefour) ein und kocht selbst.
Nachtleben:
Pamplona erreicht in dieser Hinsicht nicht ganz das Niveau mancher anderen spanischen Städte und ist schon gar nicht mit Madrid oder Barcelona vergleichbar. Dennoch wird einem so schnell nicht langweilig, gerade wenn man aus St. Gallen kommt. Die Stadt bietet eine reiche Auswahl an Bars, die in der Altstadt zum Teil leicht bis stärker baskisch-nationalistisch angehaucht sind. Iturrama dagegen weist aus irgendeinem Grund eine hohe Dichte von Irish Bars auf. Ein ziemlich beliebtes Lokal ist das „Los Portales“ am Rand der Altstadt, wo man von Donnerstag bis Samstag an jedem Abend Bekannte treffen wird, sobald man welche in Pamplona hat. Ab drei Uhr ist dann auch in den Clubs der Stadt langsam etwas los.
Weitere Informationen
http://www.unav.es/
http://www.pamplona.es/
http://www.vivirenpamplona.es/ (Gratiszeitung der Stadt)
http://www.diariodenavarra.es/
Wer diverse Bilder von der Stadt sehen möchte ist herzlich eingeladen, mir zu schreiben und mich um meinen 10 MB großen „Paseo por Pamplona con D. CWG“ als Pdf-File zu bitten. Auch für zusätzliche Auskünfte stehe ich natürlich prinzipiell gerne zur Verfügung.
Friday, February 24, 2006
Auribus Admonitione
Manchmal möcht ich singen, wie der Vogel auf dem Ast,
wenn mein Leben ganz im Groben zwischenzeitig passt.
Wenn die Grundstrukturen meines Daseins im Prinzip,
abseh- annehmbar mir scheinen, ist mir Singen lieb.
So süss, wie der Zucker in meinem schwarzen Tee des Morgens!
wenn mein Leben ganz im Groben zwischenzeitig passt.
Wenn die Grundstrukturen meines Daseins im Prinzip,
abseh- annehmbar mir scheinen, ist mir Singen lieb.
So süss, wie der Zucker in meinem schwarzen Tee des Morgens!
Sunday, January 29, 2006
Dem KrennUO zum Geleit
Am siebten Tag des ersten Monats dieses Jahres,
da ward vom Kinde ich zum Mann,
und lernte Schritt für Schritt welch wunderbares
Leben die Armee mir bieten kann.
Ich tat den ersten dieser Schritte noch mit Scheu,
mit einer Art von Krampf im Bauch,
denn alles war so anders, war so neu,
und unsympathisch war mir alles auch.
Dies blieb auch so, und ist’s bis heut geblieben,
da ich ein Drittel hinter mir schon hab,
und nur der Tage zwei mal elf mal sieben,
hält Unser Heer mich noch auf Trab.
Doch halt! Ich will von Anfang an euch hier belehren,
euch schildern, was mit mir geschah,
euch all das schildern, und wollt ihr euch auch wehren,
was ich mit meinen eigen Augen sah.
...
C. W. G. "BH" (IV/2003 - Fragment).
Das Gedicht wurde nicht vollendet, weil einem beim Heer die Lust auf wirklich alles vergeht. Nur den Vorgesetzten könnte man seinen Fuß jeden Tag in den Allerwertesten feuern.
Ein Lied!
Wildgänse!
da ward vom Kinde ich zum Mann,
und lernte Schritt für Schritt welch wunderbares
Leben die Armee mir bieten kann.
Ich tat den ersten dieser Schritte noch mit Scheu,
mit einer Art von Krampf im Bauch,
denn alles war so anders, war so neu,
und unsympathisch war mir alles auch.
Dies blieb auch so, und ist’s bis heut geblieben,
da ich ein Drittel hinter mir schon hab,
und nur der Tage zwei mal elf mal sieben,
hält Unser Heer mich noch auf Trab.
Doch halt! Ich will von Anfang an euch hier belehren,
euch schildern, was mit mir geschah,
euch all das schildern, und wollt ihr euch auch wehren,
was ich mit meinen eigen Augen sah.
...
C. W. G. "BH" (IV/2003 - Fragment).
Das Gedicht wurde nicht vollendet, weil einem beim Heer die Lust auf wirklich alles vergeht. Nur den Vorgesetzten könnte man seinen Fuß jeden Tag in den Allerwertesten feuern.
Ein Lied!
Wildgänse!
Sunday, December 11, 2005
Tuesday, December 06, 2005
Saturday, November 26, 2005
Ein Tag in einem Leben
Liebes Tagebuch!
Heute bin ich um 14:00 aufgestanden, weil die verfluchten Peruaner über uns schon wieder mitten während der Nachtruhe begonnen haben, Gitarre zu spielen. Dann hab ich mich irgendwann geduscht und angezogen und mich gleichzeitig selbst bemitleidet, weil ich starke Magenschmerzen hatte. Nach einer ausgiebigen Stärkung in Form einer Tasse Schwarztee und zweier ungekochter Spaghetti, habe ich gegen 16:00 das Haus verlassen und bin zuerst allein, dann mit einer Freundin an die 15 Kilometer durch die Stadt marschiert. Militärischer Feinschliff sei dank. Links, links, links, zwo, drei, vier ... ein LIED! Wildgänse!
Gegen 20:00 bin ich heimgekommen, habe mir ein Pizza gemacht und sie gegessen. Danach habe ich einige Stunden vor dem Computer herumgebogen.
Dickes Bussi
dein Christian
.
.
.
Das macht also man mit einem Blog und noch dazu regelmäßig? Wie arm ist das?
Heute bin ich um 14:00 aufgestanden, weil die verfluchten Peruaner über uns schon wieder mitten während der Nachtruhe begonnen haben, Gitarre zu spielen. Dann hab ich mich irgendwann geduscht und angezogen und mich gleichzeitig selbst bemitleidet, weil ich starke Magenschmerzen hatte. Nach einer ausgiebigen Stärkung in Form einer Tasse Schwarztee und zweier ungekochter Spaghetti, habe ich gegen 16:00 das Haus verlassen und bin zuerst allein, dann mit einer Freundin an die 15 Kilometer durch die Stadt marschiert. Militärischer Feinschliff sei dank. Links, links, links, zwo, drei, vier ... ein LIED! Wildgänse!
Gegen 20:00 bin ich heimgekommen, habe mir ein Pizza gemacht und sie gegessen. Danach habe ich einige Stunden vor dem Computer herumgebogen.
Dickes Bussi
dein Christian
.
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Das macht also man mit einem Blog und noch dazu regelmäßig? Wie arm ist das?
Monday, November 21, 2005
Allerheiligen ist vorbei
Das Grab im Busento
von Agust von Platen
Nächtlich am Busento wispern bei Cosenza dumpfe Lieder,
aus den Wassern schallt es Antwort, in den Wirbeln klingt es wieder,
und den Strom hinauf, hinunter, ziehen die Schatten tapf'rer Goten,
die den Alarich beweinen, ihres Volkes besten Toten.
Allzu früh und fern der Heimat mussten sie ihn hier begraben,
während noch die Jugendlocken seine Schultern blond umgaben.
Und am Ufer des Busento reihten sie sich um die Wette,
um die Strömung abzuleiten, gruben sie ein neues Bette.
In der wogenleeren Höhlung wühlten sie empor die Erde,
senkten tief hinein den Leichnam, auf der Rüstung mit dem Pferde.
Deckten dann mit Erde wieder, ihn und seine stolze Habe,
dass die hohen Stromgewächse wüchsen aus dem Heldengrabe.
Abgelenkt zum zweiten Male, ward der Fluß herbeigezogen,
abgelenkt zum zweiten Male, schäumten die Busentowogen.
Und es sang ein Chor von Männern, schlaf in deinen Heldenehren,
keines Römers schnöde Habsucht, soll dir je dein Grab versehren.
Sangens, und die Heldenchöre tönten fort im Gotenheere,
wälze sie, Busentowelle, wälze sie von Meer zu Meere.
An dem Grab im Busento
von Christian von Gattringer
Nächtlich am Busento, bei Cosenza und bei Regen,
klingen dumpfe Lieder aus dem Wasser mir entgegen.
Und den Strom hinauf, hinunter ziehen tapf’re Gotengeister,
die den Alarich beweinen, ihres Volkes toten Meister.
Allzu früh und fern der Heimat, mussten sie ihn hier bestatten,
noch bevor die Manneshaare seine Brust erobert hatten.
Und am Ufer des Busento, sammelten sich die Soldaten,
litten ab die Stromesströmung, mit dem Krampen und dem Spaten.
Wühlten dann empor die Schlämme, in der Höhlung ohne Wogen,
warfen tief hinein den Leichnam, auf dem Pferd, hübsch angezogen.
Deckten dann mit Erde wieder, ihn und Gold, ihn zu begleiten,
abgezogen schon die Kosten, für Kanal- und Erdarbeiten.
Abgelenkt zum zweiten Male, ward der Fluss herangesteuert,
des Busentos alte Läufe von den Wogen rasch erneuert.
Und es sang ein Chor von Goten: Schlaf! bei all den andern Leichen,
möge die Busentofeuchte, dir dein hartes Los erweichen.
Sangens, und die Heldenchöre tönten fort, wie stolze Grüße,
wälze sie, Busentowelle! Wälze sie mir an die Füße!
von Agust von Platen
Nächtlich am Busento wispern bei Cosenza dumpfe Lieder,
aus den Wassern schallt es Antwort, in den Wirbeln klingt es wieder,
und den Strom hinauf, hinunter, ziehen die Schatten tapf'rer Goten,
die den Alarich beweinen, ihres Volkes besten Toten.
Allzu früh und fern der Heimat mussten sie ihn hier begraben,
während noch die Jugendlocken seine Schultern blond umgaben.
Und am Ufer des Busento reihten sie sich um die Wette,
um die Strömung abzuleiten, gruben sie ein neues Bette.
In der wogenleeren Höhlung wühlten sie empor die Erde,
senkten tief hinein den Leichnam, auf der Rüstung mit dem Pferde.
Deckten dann mit Erde wieder, ihn und seine stolze Habe,
dass die hohen Stromgewächse wüchsen aus dem Heldengrabe.
Abgelenkt zum zweiten Male, ward der Fluß herbeigezogen,
abgelenkt zum zweiten Male, schäumten die Busentowogen.
Und es sang ein Chor von Männern, schlaf in deinen Heldenehren,
keines Römers schnöde Habsucht, soll dir je dein Grab versehren.
Sangens, und die Heldenchöre tönten fort im Gotenheere,
wälze sie, Busentowelle, wälze sie von Meer zu Meere.
An dem Grab im Busento
von Christian von Gattringer
Nächtlich am Busento, bei Cosenza und bei Regen,
klingen dumpfe Lieder aus dem Wasser mir entgegen.
Und den Strom hinauf, hinunter ziehen tapf’re Gotengeister,
die den Alarich beweinen, ihres Volkes toten Meister.
Allzu früh und fern der Heimat, mussten sie ihn hier bestatten,
noch bevor die Manneshaare seine Brust erobert hatten.
Und am Ufer des Busento, sammelten sich die Soldaten,
litten ab die Stromesströmung, mit dem Krampen und dem Spaten.
Wühlten dann empor die Schlämme, in der Höhlung ohne Wogen,
warfen tief hinein den Leichnam, auf dem Pferd, hübsch angezogen.
Deckten dann mit Erde wieder, ihn und Gold, ihn zu begleiten,
abgezogen schon die Kosten, für Kanal- und Erdarbeiten.
Abgelenkt zum zweiten Male, ward der Fluss herangesteuert,
des Busentos alte Läufe von den Wogen rasch erneuert.
Und es sang ein Chor von Goten: Schlaf! bei all den andern Leichen,
möge die Busentofeuchte, dir dein hartes Los erweichen.
Sangens, und die Heldenchöre tönten fort, wie stolze Grüße,
wälze sie, Busentowelle! Wälze sie mir an die Füße!
Saturday, November 12, 2005
Es ist recht, mich zu lieben.
Saturday, September 17, 2005
Saturday, September 10, 2005
Nur noch zwei Stunden bis 9/11
Ich freue mich wie ein Schneekönig. Im übrigen finde ich, man sollte den Sprecher der ONE Werbung aufknüpfen.
Sunday, September 04, 2005
Charmed. Sehnsucht nach der frühen Neuzeit.
Glückliche Menschen kennen die Fernsehsendung Charmed nicht. Weniger glückliche Menschen versuchen ab und zu beim ORF ihr Glück, in der Hoffnung eine informative oder zumindest unterhaltsame Sendung zu sehen. Stattdessen sehen sie besagte Sendung namens Charmed.
Charmed ist eine Serie, die sich mit den fragwürdigen Abenteuern dreier Hexen auseinander setzt, die meist aus dem Kampf gegen irgend etwas bestehen, wobei ich - nachdem ich nicht eine einzige vollständige Episode gesehen habe - nicht sicher sagen kann, wogegen genau. Vermutlich Dämonen oder die Lebensfreude nichtzurückgebliebener Zuschauer.
Charmed entbehrt meinen Erfahrungen nach nicht nur jeglicher sinnstiftender Elemente oder eines nachvollziehbaren Handlungsstrangs, an dem man Interesse zumindest heucheln könnte, sondern bietet auch geistlose Scheindialoge und austauschbare Charaktere. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein, weil ich mich an die wenigen Ausschnitte, die ich je ertragen musste, nicht mehr erinnern kann, was allerdings meine erste These stützt.
Charmed ist somit nicht nur eine Beleidigung meiner Intelligenz sowie meiner Person als zukünftiger Gebührenzahler des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, es quält mich noch auf eine dritte Weise: es läuft IMMER.
Jedes gottverlassene Mal, wenn ich den Fernseher einschalte, jedes erbsündige Mal, wenn ich auf ORF 1 umschalte, jedes antichristliche Mal läuft diese elende Serie. Jedes Mal!
Es sei denn, der ORF überträgt ein Formel Eins Training. Danke.
Immer, wenn mir meine vor Zorn angeschwollene Gesichtsmuskulatur gnädig den Blick auf die Hexen von Charmed nimmt, sehe ich vor meinem inneren Auge eine bessere Zeit heraufdämmern oder - besser noch - wiederkehren. Die frühe Neuzeit.
Ja, im 16. und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts verstand man es noch, Hexen so zu behandeln, wie es sich gehört. Mit trockenem Reisig und einer Fackel. Damals, als die Scheiterhaufen in die mitteleuropäische Landschaft gehörten, wie heute die Masten, von denen Charmed ausgestrahlt wird, war zumindest dieser Teil des Lebens noch in Ordnung.
Und selbst wenn viele der zehntausenden verbrannten Frauen unschuldig und Opfer jener Idiotie der breiten Masse waren, die selbige heute begeistert Charmed schauen lässt, würde ich nicht im Weg stehen, wenn es gälte, eben diesen zehntausenden verkohlten Körpern noch die drei der Hexen von Charmed hinzuzufügen.
Charmed ist eine Serie, die sich mit den fragwürdigen Abenteuern dreier Hexen auseinander setzt, die meist aus dem Kampf gegen irgend etwas bestehen, wobei ich - nachdem ich nicht eine einzige vollständige Episode gesehen habe - nicht sicher sagen kann, wogegen genau. Vermutlich Dämonen oder die Lebensfreude nichtzurückgebliebener Zuschauer.
Charmed entbehrt meinen Erfahrungen nach nicht nur jeglicher sinnstiftender Elemente oder eines nachvollziehbaren Handlungsstrangs, an dem man Interesse zumindest heucheln könnte, sondern bietet auch geistlose Scheindialoge und austauschbare Charaktere. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein, weil ich mich an die wenigen Ausschnitte, die ich je ertragen musste, nicht mehr erinnern kann, was allerdings meine erste These stützt.
Charmed ist somit nicht nur eine Beleidigung meiner Intelligenz sowie meiner Person als zukünftiger Gebührenzahler des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, es quält mich noch auf eine dritte Weise: es läuft IMMER.
Jedes gottverlassene Mal, wenn ich den Fernseher einschalte, jedes erbsündige Mal, wenn ich auf ORF 1 umschalte, jedes antichristliche Mal läuft diese elende Serie. Jedes Mal!
Es sei denn, der ORF überträgt ein Formel Eins Training. Danke.
Immer, wenn mir meine vor Zorn angeschwollene Gesichtsmuskulatur gnädig den Blick auf die Hexen von Charmed nimmt, sehe ich vor meinem inneren Auge eine bessere Zeit heraufdämmern oder - besser noch - wiederkehren. Die frühe Neuzeit.
Ja, im 16. und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts verstand man es noch, Hexen so zu behandeln, wie es sich gehört. Mit trockenem Reisig und einer Fackel. Damals, als die Scheiterhaufen in die mitteleuropäische Landschaft gehörten, wie heute die Masten, von denen Charmed ausgestrahlt wird, war zumindest dieser Teil des Lebens noch in Ordnung.
Und selbst wenn viele der zehntausenden verbrannten Frauen unschuldig und Opfer jener Idiotie der breiten Masse waren, die selbige heute begeistert Charmed schauen lässt, würde ich nicht im Weg stehen, wenn es gälte, eben diesen zehntausenden verkohlten Körpern noch die drei der Hexen von Charmed hinzuzufügen.
Sunday, August 21, 2005
Angst? Nur vor mir selbst!
Einer der Träume, die mich heute nacht heimgesucht haben, hat mir wieder einmal bewiesen, dass man sich nicht einmal auf die verlassen kann, die einem am nächsten stehen. In diesem Fall auf mich selbst.
Nach einer kurzen Fahrt mit einem selbst zusammengeschraubten Mercedes-Geländewagen, bei dem sowohl Lenkung, wie auch Bremsen nicht vernünftig funktionierten, weshalb ich in der ersten Kurve von der Straße abkam und in eine Menschenmenge raste, deren Partizipanten jedoch unverletzt blieben, fand ich mich plötzlich in einem japanischen Büro wieder. Eigentlich war es kein japanisches Büro, sondern ganz eindeutig das Geschoss von MMCE Espana, in dem ich diesen Sommer mein Praktikum absolviert habe, aber mir war in dem Moment klar, dass es sich in Japan befand.
Wie auch immer, in meinem Traum hatte ich eine Schrotflinte in der Hand und habe nach einander sämtliche Angestellten in diesem großen Büro (ich erfuhr später, dass es sich um 108 Personen gehandelt hatte) mit Schüssen aus ebendieser Flinte entseelt. Wieso genau, weiß ich nicht mehr, aber irgendwie fühlte ich mich wohl bedroht. Hernach musste ich mich noch kurz vor einem Disziplinarausschuss verantworten, bevor ein anderer Traum, an den ich mich nicht mehr erinnern kann den beschriebenen ablöste (wahrscheinlich war ich damit beschäftigt, den Rest von Japan zu massakrieren).
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass man mit erträumten Schrotgewehren auch Menschen in fünfzig Metern Entfernung tödlich treffen kann.
Jedenfalls soll dieser Traum all jenen eine Warnung sein, die mich nach ihrem Tod in meinen Träumen heimsuchen wollen. Ich erwarte euch!
Nach einer kurzen Fahrt mit einem selbst zusammengeschraubten Mercedes-Geländewagen, bei dem sowohl Lenkung, wie auch Bremsen nicht vernünftig funktionierten, weshalb ich in der ersten Kurve von der Straße abkam und in eine Menschenmenge raste, deren Partizipanten jedoch unverletzt blieben, fand ich mich plötzlich in einem japanischen Büro wieder. Eigentlich war es kein japanisches Büro, sondern ganz eindeutig das Geschoss von MMCE Espana, in dem ich diesen Sommer mein Praktikum absolviert habe, aber mir war in dem Moment klar, dass es sich in Japan befand.
Wie auch immer, in meinem Traum hatte ich eine Schrotflinte in der Hand und habe nach einander sämtliche Angestellten in diesem großen Büro (ich erfuhr später, dass es sich um 108 Personen gehandelt hatte) mit Schüssen aus ebendieser Flinte entseelt. Wieso genau, weiß ich nicht mehr, aber irgendwie fühlte ich mich wohl bedroht. Hernach musste ich mich noch kurz vor einem Disziplinarausschuss verantworten, bevor ein anderer Traum, an den ich mich nicht mehr erinnern kann den beschriebenen ablöste (wahrscheinlich war ich damit beschäftigt, den Rest von Japan zu massakrieren).
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass man mit erträumten Schrotgewehren auch Menschen in fünfzig Metern Entfernung tödlich treffen kann.
Jedenfalls soll dieser Traum all jenen eine Warnung sein, die mich nach ihrem Tod in meinen Träumen heimsuchen wollen. Ich erwarte euch!
Wednesday, August 17, 2005
Ich habe den genannten Mitgliedsstaat nicht getötet
Sehr geehrte Herren,
bezugnehmend auf Ihr Schreiben vom 12. August fühle ich mich verpflichtet, ihre Anschuldigungen betreffend der fahrlässigen Tötung der Republik Lettland aufs schärfste zurückzuweisen.
Der Staat war schon tot, als ich sein Zimmer betrat und auch dies erfolgte keineswegs, um die lettischen öffentlichen Gelder zu entwenden, welche lediglich zufällig in meine Aktentasche gerutscht sein können.
Das Blut an meinem Fonduespieß stammt von einer anderen souveränen Nation, die sich daran in Folge selbstverschuldeter Trunkenheit verletzt hat.
Ich rate Ihnen dringend, die Anklage gegen mich zurückzuziehen, da ich ansonsten nicht für die Sicherheit der übrigen Länder garantieren kann.
Bussi,
CWG
bezugnehmend auf Ihr Schreiben vom 12. August fühle ich mich verpflichtet, ihre Anschuldigungen betreffend der fahrlässigen Tötung der Republik Lettland aufs schärfste zurückzuweisen.
Der Staat war schon tot, als ich sein Zimmer betrat und auch dies erfolgte keineswegs, um die lettischen öffentlichen Gelder zu entwenden, welche lediglich zufällig in meine Aktentasche gerutscht sein können.
Das Blut an meinem Fonduespieß stammt von einer anderen souveränen Nation, die sich daran in Folge selbstverschuldeter Trunkenheit verletzt hat.
Ich rate Ihnen dringend, die Anklage gegen mich zurückzuziehen, da ich ansonsten nicht für die Sicherheit der übrigen Länder garantieren kann.
Bussi,
CWG
Monday, August 15, 2005
Wednesday, August 10, 2005
Aus alter Zeit ...
And I like it when they get torn to little pieces,
and when those are put on the floor,
and then they drive through them with lorries,
and then they eat the lorries they've driven before.
and when those are put on the floor,
and then they drive through them with lorries,
and then they eat the lorries they've driven before.
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